1975 bis 1976 - die "Steinzeit"
Sie sind heute kaum noch vorstellbar, die Bedingungen, die in der "Steinzeit" des Pool-Billards in Österreich herrschten: Mini-Tische (6-feet, Spielfeld 90 x 180 cm), selten mehr als ein Tisch (Automaten mit Münzeinwurf) pro Lokal, die Freiräume um den Tisch verdienten diese Bezeichnung fast nirgends - aus mancher Position war ein Stoß nur mit kurzen (oft mit eigens abgesägten!) Wirtshausqueues möglich. Die Weiße war wesentlich größer und ein Stellungsspiel wie heute damit weitestgehend undenkbar. In diesen "Geburtsstunden" des Pool-Billards in Österreich war Geselligkeit oberstes Gebot. Die aus heutiger Sicht bescheidenen Voraussetzungen wurden als normal empfunden und taten der Begeisterung keinen Abbruch.
Im April 1975 wurde der erste Club gegründet, der BC Eberndorf (= heute PBC Völkermarkt) und wenige Monate später, im August, der BC Klagenfurt-Oase (= heute PBC Klagenfurt-Meran). Freundschaftsspiele um Essen und Getränke sowie Turniere um Pokale und kleine Sachpreise wurden ausgetragen. Dass dabei 20 Personen auf einen einzigen Tisch oft über 14 Stunden (nicht selten bis 05-06 Uhr morgens) spielten, war gar keine Seltenheit.
Ein echtes Kapitel für sich waren damals aber die Spielregeln: Die Tischaufsteller lieferten Kurzfassungen, die eine Auslegung in breitester Streuung zuließen. So kam es, dass praktisch jedes Cafe/Gasthaus seine "eigenen" Regeln hatte und daher war es auch alltäglich, dass vor jedem Match die Regeln verglichen und ein Kompromiss "ausgehandelt" wurde. Gespielt wurde ausschließlich 8-Ball und natürlich nur ein Game - und nicht selten dauerte ein solches über 30 Minuten.
Nach etwa zwei Jahren begannen einige Freaks echt zu trainieren. Nein, nicht im heutigen Sinn, sondern nur in der Form, dass sie sehr, sehr viel spielten, was damals (10,- Schilling Einwurf pro Game) ganz schön ins Geld gehen konnte. Der Billardtisch war bald in vielen Lokalen das Zentrum der Aktivitäten. Man spielte "Sieger bleibt am Tisch", was dem Erfolgreichen Geld sparte und heiße Konkurrenzkämpfe entfachte.
Spieler und Organisatoren der Clubs äußerten in der Folge immer öfter den Wunsch eine Meisterschaft zu spielen. So traf man sich, schrieb die Spielregeln nieder und legte erste Normen fest. Ein Turnier mit 38 Spielern im Klagenfurter Cafe Oase und eine Gasthaus-Meisterschaft (Sieger BC Ponfeld) waren die ersten Veranstaltungen. Enthusiasten wie Kurt Schaus, Walter Olsacher, Egon Puntigam, Hans Stern, Valentin Weißeisen und Alfred Gassinger waren es, die als Spieler und Organisatoren diese erste Billardwelle kanalisierten und forcierten.
1977 bis 1980 - die Gründerzeit
Es gab sehr viele Billardrunden in Cafes und Gasthäusern, die da und dort mitspielten. Bis 1978 hatten sich bereits sechs Vereine gegründet - und da war es in weiterer Folge nur logisch, dass immer öfter der Wunsch geäußert wurde einen Kärntner Verband ins Leben zu rufen. Schon damals wurde von einzelnen "Billardnarren" die Vision geäußert, dass Pool-Billard irgendwann einmal als Sport anerkannt werden könnte. Aber solches wurde von den meisten nur milde belächelt - glücklicherweise zu Unrecht, wie wir heute wissen !
Drei der damals rührigsten Funktionäre,
Heinz Katscher (Präsident) im Bild links,
Hans Stern (Vizepräsident)
Kurt Schaus (Sportwart)
waren es, die den Wunsch vieler
einen Verband zu gründen verwirklichten:
Am 4. August 1978 wurde in Reichersdorf bei Klagenfurt
der Kärntner Billard Verband gegründet.
Erster Mannschaftsmeister in einer Liga mit 10 Teams wurde der BC Eberndorf. Die Unterkärntner profitierten viel davon, dass sie als einzige einen 9-Fuß-Tisch besaßen. Alle Gastmannschaften traten mit viel Bauchweh, ja Angst, vor diesem "Riesentisch" in Eberndorf an. Erster Landesmeister im Einzel wurde Kurt Schaus vom PBC Klagenfurt-Meran, der sich mit dem Star der Eberndorfer Philip Zagar spannende Duelle lieferte.
Der 1. PBC Klagenfurt-Meran war der erste Club, der sich auch organisatorisch aufs internationale Parkett wagte: Mit der "Wörthersee Trophy" wurde ein Turnier ins Leben gerufen, das sehr bald in ganz Mitteleuropa bekannt war und besonders in den Anfangsjahren dem Poolsport Kärntens sehr viel an positivem Image verschaffte. Gleiches gilt auch für die 2 Jahre später vom PBC Eintracht Klagenfurt erstmals organisierte "Lindwurm Trophy".
1979 gab es den ersten internationalen Länder-Vergleichskampf Kärnten gegen Bayern in Straubing, der mit 14:16 verloren ging bzw. Ende 1980 einen gegen das Team des Salzburger Billard Verbandes in Högmoos, bei dem die KBV-Auswahl klar mit 8:2 siegreich blieb.
Am 17.5.1981 trat der KBV dem Österreichischen Amateur Billard Verband bei. In diesem bis dahin ausschließlich dem Carambol vorbehaltenen Verband wurde gemeinsam mit dem Salzburger Billard Verband eine "Sektion für Pool-Billard" geschaffen. In den damaligen Sektionsvorstand wurde mit Kurt Schaus als Sportwart auch ein Kärntner gewählt.
Bis 1980 dominierten Eberndorf (3 Titel) und Klagenfurt-Meran (1 Titel) den Mannschaftsbewerb, während sich im Einzel Kurt Schaus und Karl Hanscho die Landesmeistertitel untereinander ausmachten. Diese beiden und Albin Ouschan sen. waren es dann auch, die Österreich in diesem Jahr bei der ersten Europameisterschaft in Aachen/D vertraten.
Kärntner Mannschaftsmeister 1979:
Pool-Billard-Club Klagenfurt - Meran I
von links:
Kurt Schaus, Othmar Eiper, Alfred Gassinger,
Gerhard Podgornik und Hans Stern
Die inzwischen eingeführte Kärntner Rangliste zeigte Ende 1980 folgende Reihung: 1. Charly Hanscho, 2. Kurt Schaus, 3. Hans Stern, 4. Alfred Gassinger, 5. Albin Ouschan sen., 6. Otmar Eiper, 7. Klaus Gritschke.
Die Titel- und Pokalhamster dieser Ära
waren Kurt Schaus und Karl Hanscho.
1981 bis 1985
Der allgemeine Wunsch nach mehr Information fand seinen Niederschlag darin, dass der KBV Ende 1980 eine "Billardzeitung" herausbrachte. Dieses mit bescheidensten Mitteln hergestellte Informationsblatt erschien einmal monatlich im Kleinformat (A5) und enthielt bereits Fotos und natürlich alle interessanten Informationen über das Billardgeschehen.
Die erste ÖM in Kärnten wurde 1982 im Kulturhaus Klagenfurt-Viktring auf vier Tischen gespielt. Florian Antonitsch, Siegfried Brommer (beide Meran), Herbert Prodinger (Zypressenhof) und das Team von Klagenfurt-Meran sorgten dafür, dass sämtliche Titel im Land blieben.
Anfang bis Mitte der 80er-Jahre trugen sich bei den Herren Egon Puntigam, Florian Antonitsch und Valentin Hobel erstmals in die Siegerliste bei Kärntner und Österreichischen Meisterschaften ein, während bei der Jugend neben Herbert Prodinger der Name Alexander Markut (1983) erstmals in den Siegerlisten aufschien. In der Saison 1982/83 gab es nach der Dominanz von Eberndorf und Klagenfurt-Meran eine Wachablöse: Die Mannschaftsmeisterschaftskrone ging an den PBC Eintracht Klagenfurt.

Sie war die erste unserer Damen,
die Billardgeschichte schrieb.
Mit ihr begann das "Kärntner Damenwunder":
Elisabeth Leschanz holt 1981 die erste
EM-Bronzemedaille für Österreich.
Bei der EM 1981 in Bern wurde Elisabeth Leschanz (BC Reichersdorf) Dritte und brachte damit die erste Medaille für Österreich mit nach Hause. Bei der Heim-EM 1985 in St.Johann/Pg. stellten sich dann mehrfach tolle Erfolge ein: Sigi Brommer (Meran) und Valentin Hobel (Eberndorf) bei den Herren sowie Karl-Heinz Malle (Eintracht) bei der Jugend holten jeweils Bronzemedaillen. 1985 tauchte der Name Gerda Hofstätter (Althofen) erstmals in diversen Ergebnislisten im Spitzenfeld auf - eine große Karriere nahm damit ihren Anfang.
Bis 1985 wurde die ÖM-Mannschaft und der Ö-Cup total von Kärntner Teams dominiert: Klagenfurt-Meran, Eintracht Klagenfurt, Eberndorf und Zypressenhof-Großbuch machten die nationalen Titel unter sich aus.
Ende des Jahres 1985 befanden sich folgende Spieler an der Spitze der Kärntner Rangliste: Egon Puntigam, Karl Hanscho, Albin Ouschan, Siegfried Brommer, Florian Antonitsch, Klaus Gritschke, Kurt Schaus, Ronald Stopper, Arthur Katnik, Bernd Gritschke, Arno Malle, Alexander Markut und Josef Ouschan.
1986 bis 1989
Bei den ÖM-Bewerben dieser Jahre waren Eintrachts Albin Ouschan sen. und Thomas Sereinigg aus Völkermarkt Kärntens Trümpfe, die für etliche nationale Titel sorgten. Bei der Jugend machten Arthur Katnik (Eintracht) und vor allem auch Andi Napetschnig (Völkermarkt) mit ÖM-Gold von sich reden. Das begehrte, weil äußerst seltene, "Österreich-Double" (= Österr. Mannschaftsmeistertitel + Ö-Cup-Sieg) schafften 1986 und 1987 Eintracht Klagenfurt (Hobel, Ouschan A.sen. und J., Gritschke K. und B.).
Das Team des PBC Völkermarkt (Snaritsch, Hanscho, Sereinigg, Jordan, Waldner), holte sich den Bundesligasieg in den beiden nächsten Saisonen 1988/89/90, wobei sie 1988 ebenfalls das Double schafften.
Die 1. Mannschaft des PBC Völkermarkt
von links: Michael Snaritsch, Thomas Sereinigg, Siegfried Jordan,
Valentin Hobel, Arnulf Hönck und Appe Prevalnig
Im Jahr 1987 begann die tolle Karriere von Gerda Hofstätter: Bei allen Österreichischen Meisterschaften, an denen sie in der Folge teilnahm, verlor sie kein Match und sämtliche Damentitel gingen an diese Ausnahmekönnerin. Der vorläufige Höhepunkt war 1989, als sie als erst 18jähriges Mädchen in der Damenklasse den ersten EM-Titel für Österreich gewann. Bei dieser EM gab es einen weiteren Meilenstein-Erfolg: Albin Ouschan sen. holte mit der Herren-Nationalmannschaft sensationell Silber. Damit aber nicht genug in diesem tollen Jahr 1989: Alexander Markut aus Neuhaus überraschte bei der Schüler-EM in Leverkusen/D die haushohen Favoriten aus Deutschland bzw. Schweden und wurde Europameister im 14/1. Dass er diesen Titel ein Jahr später bei der EM in Innsbruck erfolgreich verteidigte, war ein echtes Highlight in Kärtens Erfolgsliste, weil sowas in den nächsten Jahren nur ganz wenigen Ausnahmekönnern ebenfalls gelang. Drei weitere Jungs machten in diesen Jahren schon auf sich aufmerksam: Klaus Messner (Völkermarkt), Alexander Wanner (Villach) und Erich Krautberger (Wolfsberg).

Alexander Markut, gelang es 1989 den
Europameistertitel im 14/1 bei den Schülern
zu gewinnen und im Jahr darauf erfolgreich zu verteidigen
Ende 1989 erschien in der Austrian-Billard-News erstmals eine Österreich-Rangliste, sie hatte an der Spitze folgendes Aussehen: 1. Duregger (T), 2. Sereinigg (K), 3. Ouschan A. (K), 4. Gneist (T), 5. Pfisterer (S), 6. Markut (K), 7. Weber (S), 8. Snaritsch (K), 9. Jordan (K), 10. Schwarz (S).
Von 1989 bis 1991 war Dr. Jörg Haider (Landesrat bzw. danach Kärntner Landeshauptmann) Präsident des KBV und er setzte sich öffentlich sehr stark für die Anerkennung Poolbillards als Sport ein.
1990 bis 1999
Im Dezember 1991 gastierte einer der ganz Großen des Poolsportes in Klagenfurt: Weltmeister Earl "The Pearl" Strickland aus den USA gab im Rahmen des Kärnten-Grand-Prix Turnieres eine Billardshow von unglaublicher Klasse und Action, die die über 100(!) Zuseher im Billardcenter Cafe Meran zu wahren Beifallstürmen hinriss.
Gerda Hofstätter (inzwischen als Profi in Schweden bzw. danach den USA) sammelte bei den Europameisterschaften weiter Medaillen. Anfang der 90er nimmt sie an vier Weltmeisterschaften mit wechselndem Erfolg (beste Platzierung Fünfte) teil, bis sie dann 1995 in Taipeh den WM-Titel holt - der bislang größte Erfolg für Kärntens Billardsport.
Jasmin Ouschan gewinnt im zarten Alter
von acht Jahren den Damenbewerb der
"Wörthersee-Trophy" und damit ihr erstes
größeres Turnier.
Gerda Hofstätter, gerade 19 geworden,
übersiedelt zu ihrem Freund Jörgen Sandman
nach Schweden und geht anschließend als
Profi in die USA.
Völkermarkts Georg "Schorschi" Höberl beweist sein Supertalent und bucht bei der Jugend-EM´93 Gold für sich, Manfred Kelz (Standard Klagenfurt) schafft sensationell Bronze. Alexander Wanner wird 1994 in Finnland mit dem Herren-Nationalteam Vize-Europameister. Martin Schlatte (Standard Klagenfurt) sorgt 1995 bei der Jugend in Luxemburg mit dem Team und im Einzel für EM-Bronze und 1997 in Finnland bei den Junioren abermals für eine Bronzemedaille.
1993 wird Gerda Hofstätter von der Illustrierten "Wiener" gemeinsam mit der Skirennläuferin Petra Kronberger zu den Österreichs Sport-Aufsteigerinnen des Jahres gewählt. Im Jahr nach ihrem WM-Titel erfährt Gerda aber die wohl sportlich wertvollste Ehrung: Sie wird von den Sportfachjournalisten (Zitat: "Billard-Queen") zu Kärntens Sportlerin des Jahres 1996 gewählt und lässt dabei Spitzensportler aus Tennis (Horst Skoff, Alexander Antonitsch) und Ski (Armin Assinger) hinter sich !
Einen organisatorischen Höhepunkt für den KBV stellt 1992 die Ausrichtung der 9-Ball Europameisterschaft im Casineum in Velden dar. In einem tollen Umfeld und mit viel Aufwand wird eine EM ausgerichtet, die noch Jahre danach von vielen internationalen Fachleuten als eine der gelungensten EM-Veranstaltungen gelobt wird.
In den 90ern stellte Kärnten in der Bundesliga (1. und 2. Division) immer die meisten (6 - 7) Teams und es wurden zahlreiche Spitzenplätze errungen, ein neuerlicher Meistertitel blieb unseren Teams in diesem Zeitraum aber leider versagt. Anders im Österreich-Cup, wo das Team von Klagenfurt-Meran zwei Mal erfolgreich war.
Zwischen 1998 und 2000 schaffte das "Team mit Herz",
der Pool-Billard-Club RaiBa Bleiburg, den Durchmarsch
von der Kärntner Landesliga bis in die 1. Bundesliga.
Von links: Hubert Aleschko, Gottfried Naverschnig,
Werner Kristof, Niclas Gerdey, Karl Breburda.
In den Einzelbewerben war Kärnten total dominant: Hier sorgten in dieser Zeit Gerda Hofstätter (die leider nur noch viel zu selten Zeit hatte nach Österreich zu kommen), Karl "Sir Charles" Hanscho und Alexander Markut, sowie bei der Jugend Georg Höberl, Martin Schlatte und zuletzt auch Niclas Gerdey, Andi Brezic, Albin Ouschan jun. und Boris Uran für zahlreiche Titel und mit Jasmin Ouschan wuchs ein hoch talentiertes Mädchen heran, das bereits als 13-Jährige die österreichische Damenszene beherrschte und 1999 bei der EM der unter-18jährigen Mädchen zwei Mal Gold gewann. Die langjährigen ÖPBV-Präsidiumsmitglieder Kurt Schaus (19 Jahre Sportwart bzw. Geschäftsführer) und Mag. Walter Olsacher (9 Jahre Finanzreferent) beenden ihre Tätigkeit im österreichischen Poolverband.
Ins neue Jahrtausend: 2000 bis heute
2000: Das neue Jahrtausend begann mit erfreulichen Erfolgen: Nach langer Durststrecke wurde von Lord-Eintracht Klagenfurt der Bundesligatitel wieder nach Kärnten geholt, der Ö-Cup gewonnen und damit das Double geschafft. Gerda Hofstätter gewann als erste Europäerin das US BCA-Open und war aktuelle Nr. 2 der Profi-Weltrangliste, sie wurde bei der Weltmeisterschaft Neunte. Jasmin Ouschan verteidigte bei der Mädchen-EM ihre zwei Titel mit Erfolg. Österreichische Meisterschaften: Von 22 Goldmedaillen gewinnt der KBV 9 (also über 40%) bzw. von den insgesamt 84 Medaillen gehen 29 (also mehr als ein Drittel) nach Kärnten.
2001: Wieder holte Jasmin Ouschan beide Titel bei der Mädchen-EM und wurde bei der Junioren-WM beachtliche Neunte. Auch Gerda Hofstätter gewann einen EM-Titel und wurde bei der WM Neunte. Albin Ouschan jun. machte erstmals international auf sich aufmerksam: er holte als Knirps bei der Schüler-EM Bronze. Bei den Staatsmeisterschaften ist Kärnten nach wie vor die klare Nummer Eins. Aber auch einen kräftigen Wermutstropfen gibt es: Das 22 Jahre "alte" Traditionsturnier "Wörthersee-Trophy" findet ab diesem Jahr wegen Teilnehmermangel nicht mehr statt.
2002 - das erfolgreichste Jahr bisher: Das Jahr begann mit zwei Nackenschlägen für den KBV: Am 28. Mai verstarb Hans Stern, der als KBV-Gründungsmitglied und in seinen über 20 Obmannjahren beim PBC Eintracht Klagenfurt sehr viel für unseren Sport geleistet hat und die Mannschaft des PBC Klagenfurt-Meran musste aus der 1. Bundesliga absteigen. Danach aber wurde das Jahr 2002 jenes, mit den meisten großen sportlichen Erfolgen: Bei den Österreichischen Meisterschaften sicherten sich Kärntens Sportler 13 von 19 Titel(!) - eine noch nie da gewesene und wohl unüberbietbare Superleistung. Gerda Hofstätter gewann die Bronzemedaille bei der Damen-Weltmeisterschaft; Jasmin Ouschan gewann bei ihrem ersten USA-Auftritt die dortigen Women Amateur Nationals; bei der Jugend-EM wurde der erst 11-jährige Albin Ouschan jun. bei den Schülern im 14/1 der jüngste Europameister der Geschichte und als Pendant dazu gewann Karl Hanscho den 9-Ball Europameistertitel bei den Senioren.
Im Dezember 2002 schrieben unsere MädelsGerda und Jasmin erstmals GEMEINSAM Billardgeschichte:Beim Finalturnier der amerikanischen Profi-Turnierserie der WPBA in Miami spieltenerstmals ZWEI Kärntnerinnen und platzierten sich im Vorderfeld (beide wurden Siebente).
2003: Der KBV feiert sein 25jähriges Bestandsjubiläum. Auch sportlich gibt es gleich zu Beginn was zu feiern: Alexander Markut wird Vizeeuropameister - seit 10 Jahren war endlich wieder einmal ein Österreicher in einem Herren-EM-Finale. Der PBC Villach wurde Mannschafts-Staatsmeister und auch der Cup ging nach Kärnten, dafür sorgte der PBC RaiBa Bleiburg. Jasmin Ouschan gewann die Titel Nummer 8 und 9 bei der Mädchen-EM und der kleine Bruder Albin jun. verteidigte seinen 14/1-EM-Titel erfolgreich.
2004: Wie man an der Auflistung der gewonnenen Medaillen sieht, waren unsere Sportler auch dieses Jahr die erfolgreichsten Österreichs. Herausragend sicherlich die Ouschan-Geschwister, aber auch die 15jährige Sabrina Naverschnig entwickelt sich mehr und mehr zu einer Spitzenspielerin.
2005: Organisatorisches Highlight war die Ausrichtung der Jugend-Weltmeisterschaft 2005 in Velden/Wörthersee. Sahnehäubchen war, das Jasmin Ouschan bei den Mädchen den WM-Titel gewinnen konnte und Sabrina Naverschnig Bronze holte. Bei der Jugend-EM gewann Ouschan Albin Junior neuerlich den Titel in der Königsdisziplin.
2006 und 2007: Jasmin Ouschan etabliert sich endgültig als Fixstern unter den besten Ladies der Welt. Sabrina Naverschnig ist eine große Nachwuchshoffnung und die Grand-Dame unseres Sportes, Gerda Hofstätter, behauptet sich in der US-Profitour weiter unter den Top-Ten. Albin Ouschan jun. ist bei den Herren am Weg - auch international - ein *Markenzeichen" zu werden und auch bei den Senioren hat Kärnten mit Charly Hanscho einen Sportler, der zu internationalen Spitzenklasse gezählt werden darf.
2008: Jasmin Ouschan setzt mit dem Gewinn der Bronzemedaille bei der 14/1 Herren-WM einen weiteren Meilenstein in unserer Billardgeschichte. Der Jugendliche Jürgen Jenisy vom PBC Snooker Spittal gewinnt zwei Grand-Prix Turniere und ist in der nationalen Rangliste erstmals unter den Top-5 zu finden.
2009: Jassy kann sich bei den World-Games neuerlich bis ins Finale spielen und holt Silber. Sie und die nach langer Zeit wieder für Österreich startende Gerda holen alle Goldmedaillen bei der Damen-EM. Jürgen Jenisy - inzwischen 18 Jahre alt - scheint im Herbst erstmals als Nummer 1 der österreichischen Rangliste auf.
2010: Einen echten Meilenstein setzte Jasmin Ouschan mit dem Gewinn aller 4 EM-Titel; dazu kam dann auch noch der Weltmeistertitel im 10-Ball. Gerda Hofstätter gehört weiterhin zur Weltspitze; Sabrina Naverschnig und Albin Ouschan Junior zählen zu den Besten Europas.
Derzeit durchläuft der KBV ein Wellental. Die Zahl der Lizenzspieler und die Teilnehmerzahlen bei den regionalen Turnierenist sind in den letzten 2-3 Jahren um 1/3 zurück gegangen.